Beate Zschäpe steht im Verhandlungssaal des NSU-Prozesses

Wende im NSU-Prozess: Zschäpe will umfassend aussagen

Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, will nach zweieinhalb Jahren ihr Schweigen brechen. Für Mittwoch kündigte sie eine umfassende Aussage an.

München – Seit Mai 2013 steht die mutmaßliche Rechtsterroristin Zschäpe vor Gericht. 240 Verhandlungstage währte ihr Schweigen. Nun will sie ihr Schweigen brechen und umfassend aussagen.

 

Im NSU-Prozess will die Hauptangeklagte Beate Zschäpe am Mittwoch nach Angaben der Kanzlei ihres Verteidigers Mathias Grasel ihr Schweigen brechen und umfassend aussagen. Entsprechende Berichte von «Spiegel Online» und «Bild»-Zeitung bestätigte am Montag der Anwalt Hermann Borchert aus der Grasel-Kanzlei der Deutschen Presse-Agentur in München.

 

Zschäpe werde nicht selbst vor dem Oberlandesgericht München sprechen, sondern ihren Verteidiger Grasel ihre Aussage verlesen lassen, kündigte Borchert an.

 

Dem «Nationalsozialistischen Untergrund» (NSU) werden neun Morde an Migranten und die Ermordung einer Polizistin vorgeworfen. Seit Mai 2013 steht die mutmaßliche Rechtsterroristin Zschäpe vor Gericht. Bisher hat sie beharrlich geschwiegen.

 

mk/dpa