Schleier vor Gericht – ja oder nein?

Muss ein Richter die Mimik einer Zeugin sehen, um den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen bewerten zu können? Um diese Frage ging es in München am Rande eines eigentlich banalen Prozesses um eine Beleidigung.

Bei ihrer ersten Aussage weigerte sich eine Muslima als Hauptbelastungszeugin, ihren Niqab – einen Gesichtsschleier, durch den nur die Augen zu sehen sind – abzunehmen. Der Prozess endete mit einem Freispruch für den Angeklagten.

Die Staatsanwaltschaft legte daraufhin Berufung ein. Heute dann das erneute Verfahren, in dem die Muslima dann ihr Gesicht zeigte.

Wir haben mit dem Anwalt der Muslima und mit Gerichtssprecherin Andrea Titz darüber gesprochen.

Quelle: muenchen.tv