Fracking-Verbot mit vielen Ausnahmen

Mit Demonstrationen, Infoabenden und Vorträgen machen Teile der nördlichen Oberpfalz seit Anfang des Jahres gegen Fracking mobil. Ziel der Aktionen ist ein generelles Verbot von Fracking, der äußerst umstrittenen Methode zu Gasförderung aus tiefliegenden Schichten.

Viele Politiker haben sich in den letzten Monaten auf die Seite der Gegner geschlagen. Nun sorgt ein neuer Gesetzesentwurf des Bundesumwelt- und Wirtschaftsministeriums wieder für Diskussionsstoff.

Demnach soll zwar Facking verboten werden. Allerdings gibt es auch viele Ausnahmen. Eine davon ist, dass Probebohrungen zur Erforschung möglich sein sollen. Als Grenze wird die 3000-Meter-Marke genannt. Unterhalb soll es möglich sein, darüber allerdings nicht.

Warum der Entwurf trotz breiten Widerstandes kein generelles Verbot von Fracking darstellt, verstehen die Akteure im Weidener Becken nicht. So vermuten Sonja Schuhmacher und Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, dass Lobbyisten ihre Finger mit im Spiel haben.

Der Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht beruhigt die Bürger in der Oberpfalz aber. Denn bis der Entwurf ein Gesetz werden könnte, seien noch viele Gremien zu durchlaufen. Und dabei kann der Entwurf noch mehrmals geändert werden.

Außerdem sei Fracking bis 2018 komplett verboten. Danach müsse man neu entscheiden.

Noch vor Weihnachten soll der neue Gesetzesentwurf zum Fracking dem Kabinett vorgelegt werden.

(kh)