Bauern in der Oberpfalz schlagen Alarm

Die Anzahl der Milchviehbetriebe ist in den vergangenen Jahren rapide zurückgegangen. Waren es 1999 noch mehr als 150.000 bundesweit, hielten 2011 nur noch rund 90.000 Betriebe Milchvieh – so Zahlen des statistischen Bundesamtes. Rentables Wirtschaften wird für die Landwirte also wohl immer schwieriger. Einer der Gründe dafür ist häufig auch der Milchpreis, der auch derzeit wieder sehr niedrig ist – was die Verbraucher zwar freut, die Landwirte aber fürchten lässt. Sie schlagen Alarm: Lag der Erzeugerpreis für den Liter Milch im April noch bei gut 40 Cent, ist dieser allein bis Oktober um 4,5 Cent gesunken. Und er werde weiter sinken, so die Befürchtung von Hubert Meiler, dem Vors. Milcherzeugergemeinschaft Milchland Oberpfalz. Er, und auch sein Kollege, Landwirt und BDM-Vorsitzender Kreis Neustadt/WN Werner Reinl aus Floss, appellieren daher unter anderem auch an die Verbraucher. Auch sie könnten ihren Teil für die Landwirte beisteuern: durch den Kauf der „fairen Milch“ des BDMs, die ist für die Landwirte nämlich kostendeckend.