Schott Rohrglas wird Unternehmen des Monats

Man kann es getrost als Industrie-Darwinismus bezeichnen. Wenn eine ganze Branche flächendeckend dahinstirbt, gibt es auch welche, die überleben. Das lässt sich festmachen etwa bei Schott Rohrglas in Mitterteich. Ein Traditionsunternehmen, das zunehmend aufgeblüht ist, während rundum dieser Industriezweig eine gehörige Ausdünnung erfahren hat. Schott dagegen hat sich gehörig ausgewachsen, sich nach allen Seiten gestreckt, weltweit. Von Brasilien bis Ostasien sind die Standorte inzwischen gestreut. Das Zentrum liegt aber nach wie vor in Mitterteich, und das ist jetzt vom Regionalmarketing Oberpfalz ausgewählt worden als Unternehmen des Monats Januar. Das kommt nicht von ungefähr, da müssen schon Kriterien erfüllt sein wie der Geschäftsführer des Regionalmarketing Oberpfalz, Christoph Aschenbrenner erklärt. Etwa solche, die zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft betragen. Bei Schott Rohrglas sei es vornehmlich die bemerkenswerte Innovationskraft. In der Chefetage bei Schott ist man sich sehr wohl bewusst, wie sich diese Stärken definieren. Und die haben sich nicht von selbst ergeben, mussten vielmehr kontinuierlich erarbeitet werden, und zwar auf allen Ebenen. Geschäftsführer Thomas Gassner unterstreicht dabei die maßgebliche Bedeutung der Belegschaft insgesamt, gerade als Garant für kontinuierliche Qualität. Eine der Ecksäulen für den Erfolg des Unternehmens. Und das sind in Mitterteich um die 1000 Beschäftigte. Die Produktpalette umfasst alle denkbaren Glasröhren für Beleuchtungszwecke, oder als Gefäße für Pharmaprodukte. Es geht aber auch um den Weitblick bei der personellen Bestandssicherung. Ganz wichtig gerade in Zeiten, wo der Mangel an Fachkräften immer dringlicher wird. An die 70 Lehrlinge stehen bei Schott in der Ausbildung. Und es gibt stets mehr Bewerber als Stellen. In der jüngsten Krise gab es bei Schott Rohrglas keine Kurzarbeit, keine betriebsbedingten Kündigungen. Nicht zuletzt, weil der Pharmasektor ein stabiles Geschäft bedingt. Für den Arbeitnehmer ist es heutzutage eben nicht hoch genug zu bewerten, wenn seine Anstellung als sicher gilt.