Amoklauf: Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen

Die Bundesanwaltschaft hat heute die Ermittlungen wegen des Hieb- und Stichwaffenangriffs auf Fahrgäste einer Regionalbahn bei Würzburg übernommen. Das teilt die Staatsanwaltschaft Bamberg mit.
Nach den bisherigen Erkenntnissen griff ein 17-jähriger Jugendlicher am 18. Juli 2016 gegen 21.10 Uhr vier Mitreisende mit einer Axt und einem Messer an und verletzte sie zum Teil schwer. Des Weiteren verletzte er bei seiner anschließenden Flucht eine Passantin. Als er schließlich zwei Polizisten aus nächster Nähe mit der Axt angriff, wurde er tödlich verletzt. Im Nachgang bekannte sich die terroristische Vereinigung „Islamischer Staat“ zu der Tat. Zudem veröffentlichte die – der Terrororganisation nahestehende Medienstelle – AMAQ NEWS AGENCY ein Video des Attentäters. Es besteht daher der Verdacht, dass der Attentäter die Tat als Mitglied des sogenannten „Islamischen Staats“ zielgerichtet begangen hat. Vor diesem Hintergrund ist zu klären, ob weitere bislang unbekannte Tatbeteiligte oder Hintermänner in die Tat eingebunden waren.
Die Bundesanwaltschaft hat daher die Ermittlungen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und versuchten Mordes gegen nicht namentlich bekannte Beschuldigte aufgenommen und das Verfahren der Staatsanwaltschaft Bamberg übernommen.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden vom Bayerischen Landeskriminalamt fortgeführt.
Zu weiteren Einzelheiten über die hiermit mitgeteilten Informationen hinaus können derzeit aufgrund der laufenden Ermittlungen keine Auskünfte erteilt werden, teilt die Staatswaltschaft mit.

Ein Toter und ein Schwerverletzter – Mehrere Motorradunfälle in Ostbayern

Am Sonntagmittag war ein 46-jähriger Kradfahrer aus dem Bereich Kelheim mit seinem Kraftrad auf der Staatsstraße 2145 von Altenthann kommend in Richtung Sulzbach an der Donau unterwegs. In dem wegen der starken Kurven von Motorradfahrern geschätzten Teilstück zwischen Unterlichtenwald und Hammermühle kam es zu einem Unfall. Aktuellen Erkenntnissen zufolge bremste der Motorradfahrer vermutlich vor einer Linkskurve zu abrupt ab. Anschließend  kam er dann im Kurvenbereich nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen kleineren Felsen. Der 46-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs ordnete die Staatsanwaltschaft Regensburg die Hinzuziehung eines Sachverständigen an.

 

Schwere Verletzungen hatte sich bereits gestern ein 52-jähriger Straubinger Motorradfahrer bei Langquaid zugezogen. Er war am Samstag gegen 16:51 Uhr mit seiner Harley-Davidson auf der Staatsstraße 2143 bei Paring unterwegs. Nach einer Kuppe kam der Kradfahrer, ohne ersichtliche Fremdeinwirkung, nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte in den Straßengraben. Hierbei zog der Mann sich unter anderem schwere Kopfverletzungen zu und musste mit Rettungskräften in eine Klinik verbracht werden. Am Motorrad entstand ein Schaden von ca. 3000 Euro.

 

PM / JK

Jubiläumsfest 500 Jahre Reinheitsgebot

Ingolstadt (intv) Ob Bierbrunnen oder die Bundeskanzlerin, in Ingolstadt und Umgebung gibt zur Zeit nur ein Thema: Das große Jubiläum des Reinheitsgebotes. 500 Jahre lang hat das nun schon Bestand und es ist damit die älteste Lebensmittelverordnung der Welt. Die Bierhauptstadt scheint nunmehr keine andere, als Ingolstadt zu sein.

Rosenheim: Verwahrloste Frau bei Zwangsräumung gefunden – wurde sie jahrelang eingesperrt?

Rosenheim – Bei der geplanten Zwangsräumung einer Wohnung in Rosenheim hat sich die Inhaberin im Treppenhaus in die Tiefe gestürzt und ist schwer verletzt worden. In der heruntergekommenen Wohnung der 54-Jährigen entdeckten die Polizisten am Dienstag laut eines Sprechers zudem eine verwahrloste, eingesperrte und nach ersten Erkenntnissen, geistig behinderte Frau.

Gegen 10 Uhr Morgens wollte ein Gerichtsvollzieher in die Wohnung der 54-jährigen. Als die Wohnungsbesitzerin dies bemerkt habe, sei sie anschließend aus dem zweiten Stock in die Tiefe gesprungen und dabei schwer verletzt worden. In der scheinbar völlig heruntergekommenen Wohnung sei dann eine eingesperrte Frau aufgefunden worden, die sich in einem sehr schlechten Zustand befinden soll.

Dabei handele es sich vermutlich um die 26-jährige Tochter der Wohnungsbesitzerin. Beide Frauen seien aber derzeit nicht ansprechbar. Die Polizei will nun Nachbarn befragen. Der Polizeisprecher sprach von einem «tragischen Fall».

Quelle: muenchen.tv

dpa/lby/pm

Kälberjagd in Bayreuth: The Day after KUHmorrow

Nachdem am Dienstagvormittag (12. April) fünf Kälber aus einem Gatter bei den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in der Bayreuther Adolf-Wächter-Straße ausbüxten, ist am Mittwoch (12. April) nur noch ein Tier „auf der Fluchtt“. Dieses soll sich bereits quer durch die Botanik begeben haben.

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«Panama-Affäre» beschäftigt bayerische Justiz und Politik

Die «Panama»-Enthüllungen zu Briefkastenfirmen im Ausland rufen nun auch die Staatsanwaltschaft München I auf den Plan. Es würden mögliche Verwicklungen des Elektrokonzerns Siemens und der Bayerischen Landesbank (BayernLB) geprüft, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Dienstag. Es gehe darum herauszufinden, ob verfolgbare Straftaten vorliegen. Erst wenn dem so sein sollte, würden Ermittlungen eingeleitet. Anzeigen seien nach den Berichten über die «Panama Papers» bislang keine eingegangen. Die Enthüllungen sollen nach dem Willen der SPD auch den Landtag beschäftigen.

Auch ein Unternehmer aus Niederbayern könnte die Dienste der Kanzlei Mossack Fonseca genutzt haben. Laut eines Berichts des Norddeutschen Rundfunks soll er von mehreren Gesellschaften der umstrittenen Kanzlei profitiert haben. Die Firma des Unternehmers war das Vorgängerunternehmen der heutigen Firma Bayern-Ei, die unter anderem wegen eines Salmonellenskandals in den Schlagzeilen steht.

 

Laut Berichten mehrerer Medien sollen Politiker, Prominente und Sportler Geld über in Panama gegründete Briefkastenfirmen versteckt haben. Unklar ist noch, ob die durch ein Datenleck bekanntgewordenen Geschäftstätigkeiten unrechtmäßig sind.

Bayerns Finanzminister Markus Söder hat angekündigt, mit speziellen Fahndern möglichen Steuerbetrügern auf die Schliche kommen zu wollen.

dpa/MF